Ideologiekritisch und sonst nichts


Da wir eine hohe Meinung von der Sprache haben, da wir den Zusammenhang von falschem Denken und missbrauchter Sprache kennen, da wir die jeden Wahrheitsanspruch unterlaufenden Hervorbringungen in „sozusagen deutscher Sprache“ (Karl Kraus) nicht als notwendig falsches, sondern wider besseres Wissen-Können falsches Denken angreifen, ist, was wir tun, und nicht erst seit der letzten Konferenz, Ideologiekritik. Ich glaube übrigens nicht, dass wir uns von dieser Selbstetiketierung so schnell werden verabschieden müssen. Denn weder steht zu erwarten, dass plötzlich überall ideologiekritische Gruppen und Zeitschriften entstehen – was schon deshalb schön wäre, weil wir unseren Konferenzen dann kein Etikett mehr verpassen müssten – noch ist es dem Begriff nach möglich, falsche Ideologiekritik zu üben. Bis sich aber – auch bei Leuten, die uns gut sind – ausreichend herumgesprochen hat, dass die Hervorbringungen eines Dr. Clemens Heni oder der Redakteure der Zeitschrift Phase 2 lediglich Reihungen von Wörtern sind, die als deutsche Sprache nicht durchgehen und mithin nichts anderes als Ideologie sein können, wird man in dem aus Feigheit, Karrieresucht und Sprachunvermögen zusammengesetzten falschen Denken den Verrat am Kommunismus, die an Bedingungen geknüpfte „Solidarität“ mit Israel und eine „antideutsche“ Identität entschieden kritisieren müssen. Ganzen Artikel lesen

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