Übergriffe auf Israel-Sympathisanten
Presseerklärung
10. Januar 2009
Anlässlich der Hamas-Demonstration am 10. Januar 2009 in Bielefeld erklärt die Gruppe 8. Mai Bielefeld.
Wir begleiteten den „Schweigemarsch“ der Hamas-Sympathisanten, der am Samstag morgen durch die Bielefelder Innenstadt zog, um nachstehendes Flugblatt an die Passanten zu verteilen, die wir damit über den wahren Charakter dieser angeblichen „Friedensdemonstration“ aufklären wollten. Tatsächlich zeigten die Demonstranten mit ihren anti-israelischen Parolen, den Palästina-Flaggen, die sie haufenweise mit sich trugen, und einer Fahne der Hamas, deren Präsenz die letzten Zweifel darüber ausräumte, dass sie keineswegs der Wunsch nach „Frieden“ auf die Straße trieb, sondern die klare Parteinahme für den Terrorkrieg gegen Israel.
Während der Demonstration wurden wir seitens der Hamas-Freunde nur mit gelegentlichen, aber folgenlosen Aufforderungen konfrontiert, das Verteilen des Flugblatts, unsere Meinungsäußerung, die sie als „Provokation“ betrachteten, zu unterlassen. Als wir jedoch später in Sichtweite der Abschlusskundgebung auf dem Rathausplatz die Fahne des Staates Israel zeigten, ging der „Schweigemarsch“ lautstark mit Rufen wie „Juden, Mörder“, „Kindermörder“, „Israel verübt einen Holocaust in Gaza“ auf uns los, um uns die Fahne mit Gewalt zu entreißen. Die Polizei „rettete“ die Situation, indem sie ihrerseits handgreiflich wurde, uns die Fahne herunterriss und uns beiseite schubste. Danach stellten sich einige Beamte zwischen uns und den antisemitischen Mob, was uns sicherlich vor Schlimmerem bewahrte.
Flugblatt zur Hamas-Demonstration am 10. Januar 2009 in Bielefeld:
Die Hamas und ihre Freunde
„Die Feinde Allahs wissen nicht, dass das palästinensische Volk ihre Methode des Todes und der Todessuche entwickelt hat. Für das palästinensische Volk, ist der Tod eine Industrie geworden, bei der sich Frauen hervorheben und das ganze Volk. Die Alten heben sich dabei hervor und die Mujaheddin und die Kinder. Deshalb haben sie menschliche Schutzschilder aus Frauen, aus Kindern, den Alten und den Muja-heddin geformt, um die zionistische Bomben-Maschinerie herauszufordern. Es ist als ob sie zu dem zionistischen Feind sagten: ‚Wir lieben den Tod wie ihr das Leben liebt‘.“ (Fathi Hammad, Hamas-Abgeordneter des Palästinensischen Parlaments)
„Palästinensische Familien aus Bielefeld“ rufen als die Veranstalter dieser Demonstration dazu auf, ein „Genozid“ zu stoppen, das vorgeblich von „menschenverachtenden israelischen Angriffen auf den Gaza-Streifen“ herbeigeführt würde. Der Genozid aber, der tatsächlich angestrebt wird, ist die Vernichtung Israels und der Juden in aller Welt – er ist die klare Absicht der Hamas, niedergeschrieben und nachzulesen in ihrer Charta, motiviert von dem religiös begründeten Antisemitismus der Muslimbruderschaft und dem Vorbild des deutschen Nationalsozialismus.
„Der jüngste Tag wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“ (Charta, Art. 7)
Der „menschenverachtende“ Terror ist gerade das, was die Hamas in Form des Selbstmordattentats schon lange vor 9/11 perfektioniert hat. Inspiriert wurde sie dazu von der libanesischen Hizballah und sie begreift sich selbst als palästinensische Front des inter-nationalen islamischen Terrorismus.
Zum Beweis für den vorgeblichen „Genozid“ im Gaza-Streifen wird auf dem Aufruf-Plakat ein Foto eines anscheinend von israelischen Bomben getroffenen Wohnhauses, vor dem eine „palästinensischen Familie“ gezeigt wird, die offenbar von der „Todes-Industrie“ der Hamas als menschliche Schutzschilder rekrutiert wurden. Das zweite Foto zeigt Leichen, die in die grüne Hamas-Fahne gewickelt sind. Aber die Tötung von Hamas-Soldaten ist kein „Genozid“ und kein Krieg gegen „Palästinensische Familien“, Väter, Mütter und Kinder, sondern notwendiger Teil der Verteidigung Israels gegen den antisemitischen Vernichtungskrieg der Hamas, der Hizballah und Irans, der bald zum Atomstaat aufsteigenden Macht im Hintergrund dieser Terrororganisationen, von der sie das Geld, die Waffen, die Ideologie und das Kommando zum Losschlagen empfangen.
Die Organisatoren der Demonstration haben von der Hamas gelernt, wie man „palästinensische Familien“ als Schutzschilder benutzt, indem sie ihre mörderischen Absichten hinter derer demonstrativer Unschuld verbergen. Bei den Hamas-Demonstrationen, die bereits in den vergangenen Wochen überall in Deutschland stattgefunden haben, spiegelte sich dieser Geist schon in der Form ihres Auftretens wider: Frauen und Kinder zuerst. Zu diesen „Friedensmärschen“ mobilisierten jeweils die einschlägig bekannten islamistischen arabischen und türkischen Organisationen, teils sich hinter Islamischen Zentren verbergende, der Hamas ideologisch oder gar organisatorisch nahestehende Gruppen.
Begleitet wurden sie von türkischen oder deutschen Faschisten, linken und rechten Antiimperialisten, nicht selten mit Genossen der NPD als Fußvolk oder der Partei Die Linke als Redner. Massenweise wurden auf allen diesen Demonstrationen die grünen Fahnen und Stirnbänder Hamas getragen. Antisemitische Parolen und Nazi-Sprüche gehören zum Standardrepertoire solcher Märsche. Das tausendjährige antisemitische Stereotyp des Juden als „Kindermörder“ war allenthalben zu hören, während gleichzeitig Kinder mit Sprengstoffattrappen als kleine Selbstmordattentäter hochgehalten wurden.
Auch die letzte Hamas-Demonstration in Bielefeld wurde von Milli Görüs veranstaltet, die im Bericht des Verfassungsschutzes alljährlich als die mitgliederstärkste islamistische Orga-nisation ausgewiesen wird. Aufgerufen zu der Demonstration hatte der Muslimbruder Scheich Yussuf al-Qaradawi. Die in den 1920er Jahren in Ägypten entstandene Muslimbruderschaft war die ideologische Keimzelle der heutigen islamistischen Bewegung, kämpfte schon im israelischen Unabhängigkeitskrieg 1948 mit Terror-Aktionen gegen die Juden. Die Hamas ist ihr palästinensischer Ableger. Beide Organisationen, Milli Görüs und die Muslimbruderschaft, sind im Islamischen Zentrum Bielefeld, das sich nach außen hin als Stätte des Dialogs und des Ausgleichs präsentiert, maßgebend aktiv; sie ernsthaft als Friedensaktivisten wahrnehmen zu wollen, kann nur als zynisch betrachtet werden.
Wem es um ein besseres Leben der Menschen in Gaza geht, und nicht um den Krieg gegen Israel, dem muss klar sein, dass dies nicht mit der Hamas möglich ist. Die Hamas propagiert eine Ideologie des Todes, in der jeder Einzelne, schon als Kind, nicht auf das Leben, sondern für das Martyrium vorbereitet wird. Wer sich diesem Wahn zu entziehen versucht, wird von der Hamas gnadenlos verfolgt und bestraft. So wurden allein in den vergangenen Wochen 75 Fatah-Aktivisten in die Knie geschossen und anderen die Hände gebrochen. Mehr als 35 sogenannte „Kollaborateure“ wurden von den Hamas-Schergen ermordet.
„Wir können den Arabern verzeihen, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht verzeihen, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten.“
„Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.“
(Golda Meir, ehemalige Ministerpräsidentin Israels)
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