28. Januar 2010
(…) Nun aber wird der Begriff „Hassprediger“ neu definiert. Folgt man Thomas Steinfeld von der „SZ“, dann sind es nicht diejenigen, die zum Dschihad aufrufen, sondern „Islamkritiker“ wie Necla Kelek, Seyran Ates, Ayaan Hirsi Ali und ich, Henryk Modest Broder, die öffentlich die Frage stellen, warum eine „Religion des Friedens“ so viel Gewalt hervorbringt und warum es der friedlichen Mehrheit der Moslems nicht gelingen will, ihre kleine radikale Minderheit der Islamisten – wenn es denn eine ist – zu entmachten. Warum es zum Beispiel seit über 20 Jahren eine Fatwa gegen Salman Rushdie gibt, aber keine Fatwa gegen diejenigen, die Rushdie zum Tode verurteilt haben. Warum die islamische Welt wegen ein paar harmloser Karikaturen oder wegen des Schweizer Minarett-Volksentscheids in Rage gerät – aber die beinah täglichen Selbstmordattentate von Moslems, die vor allem Moslems das Leben kosten, hinnimmt, als wären es Naturkatastrophen. Beim jetzigen Stand der Debatte hat man sich schon mit dieser Frage als „Hassprediger“ qualifiziert. (…) – Alles lesen
11. Januar 2010
und die wunderbare Wandlung des Herrn Gess
Prof. Dr. Heinz Gess, mit vielen Disziplinarverfahren geadelter Kritiker und Redakteur des Kritiknetzes wird von Prof. h.c. Dr. Abdurrahim Vural, präsidentaler gesandter Allahs und Vollstrecker seines heiligen Willens, Volksverhetzung (etc. pp.) zur Last gelegt.
Gess antwortet ihm und anderen in einem offenen Brief u. vielem a. :
„(…) ich schwöre der Kritik ab und bekehre mich zum einzig wahren Glauben, um fortan angstfrei in dieser schrecklichen Welt leben zu können. Bin ich aufgenommen in den Kreis der Abermillionen Gläubigen, werde ich die ungerechten Verfolger des wahren Glaubens, die Rassisten und Fremdenhasser mit aller Gewalt des wahren Glaubens verfolgen und ihre Verfolgung und „Bestrafung“ wird mir eine Freude sein. (…)“
In der Hoffnung, dass Herr Gess sich nicht von der Macht der Ohnmächtigen dumm machen lassen möge, verweisen wir den geneigten Leser auf Herrn Gess‘ Brief (PDF).
Ein Nachtrag:
„Der Herr ‚Präsident der islamischen Religionsgemeinschaft‘ Vural will den Eindruck erwecken, er spreche ‚im Namen der Muslime aus aller Welt‘ und sei legitimiert, in deren Namen öffentlich zu Bestrafung Anders- und Ungläubiger aufzurufen. Er inszeniert sich als Führer nach dem bekannten deutschen Muster: ‚Ein Volk, Ein Reich, Ein Führer‘, macht auf groß, mächtig und opferbereit. Aber diese Inszenierung ist so leicht als Farce zu durchschauen, dass wohl kaum ein Muslim in Deutschland, der bei Verstand ist, auf sie hereinfallen wird […]“ – Weiterlesen